Summer ♥f Life
Gedichte

kali

KALI

Meine Schatten sind purpurrot,
mein Gewand gewebt aus der Nacht.
Ich schliesse den Kreis, bin Leben und Tod.
Ich bin es, die Stuerme entfacht.

Meine Macht reicht ans Ende des Sternenlichts
und endet tief in jedem Dir.
Meinem Willen entkommst du nicht:
ich bin DEIN wildes Tier!

Deine Fesseln zereissend, bin ich erwacht.
Zum Sturm erhebt sich dein Schmerz.
Zum Leben gehoert nicht nur Licht - auch die Nacht,
die dunkle Seite des Herz.

Mein Zorn ist ein Schrei, der die Stille zerreisst.
Mein Tanz ist ein Donner, der bebt.
Mein Hass ist ein Funkeln, das Seelen vereist.
Das Unaussprechliche lebt!

Ich entfache die Feuer, ich loese die Ketten,
ich schrei, tobe und brenne mit dir!
Ich reisse dich mit, du kannst dich nicht retten,
ich forder dich raus: Komm, tanze mit mir!

Doch bald, wenn der heilende Regen faellt,
dann schweigen die Trommeln leise.
Friedvolle Stille erfuellt deine Welt,
du bist am Ziel meiner Reise!

8.8.07 12:42


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rondo sacralis

 

in der stille des winters

erwache ich sanft

kaum mehr zu sein  als ein leiser atemzug der welt

öffne ich ein blütenblatt

***

Pans versprechen folgend

wiege ich mich im frühlingswind

kaum mehr zu sein als taunasse fruchtbare erde

öffne ich ein blütenblatt

***

 

zu den trommeln der sommerglut

stampfe ich meinen durst in den staub

kaum mehr zu sein als die brennende sehnsucht nach dem regen

öffne ich ein blütenblatt

***

 

 im rauschen der tanzenden herbstblätter

wirble ich meine üppige nacktheit gegen den sturm

kaum mehr zu sein als der süsse schwere duft reifer früchte

öffne ich ein blütenblatt

***

 

mit dem ruf der nachtschwarzen  dunkelheit

schenke  ich meine seelentiefsten torehimmelsweit

keum mehr zu sein als ein versprechen an deine sinne

öffne ich ein blütenblatt

***

öffne ich

mich

komm und koste meinen nektar

19.4.07 09:05


Fragen an dich

ist nicht- annehmen besser als  verlieren?

und:

 wie stark wiegt die sicherheit des vielleicht gegen ein nein?

gibt es lichtdurchlässige mauern, die die dunkelheit nicht eindringen lassen?

und:

ist die illusion eines lebens lebbarer als das leben?

 wie tief sind verletzungen ,die ihre  möglichkeiten auf heilung wegschicken ?

und:

wieviel verletzung erzeugt die hoffnungslosigkeit?

 wie fühlen sich flügel in einem käfig,wenn sie wissen, dass es raum zum fliegen gibt?

und:

wieviel angst fesselt alles angreifbare und wiegt die einsame seele in sicherheit?

wieviel schuld braucht es um andere mehr zu lieben als sich selbst?

und:

wieviel perfektion erträgt sie liebe  bevor sie an un-menschlichen zerbricht?

wieviele kreise kann man laufen in seiner festung, bis man festgefahren ist?

und:

 wieviele Träume kann man projezieren bis man merkt, dass die leinwand nicht das leben ist?

17.5.07 15:46


im netz gefunden:

Es interessiert mich nicht, womit Du Deinen Lebensunterhalt verdienst. Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist und ob Du zu träumen wagst, der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen.

Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.
Ich will wissen, ob Du es riskierst, wie ein Narr auszusehen, um Deiner Liebe willen, um Deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob Du den tiefsten Punkt Deines eigenen Leids berührt hast, ob Du geöffnet worden bist von all dem Verrat, oder ob Du verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual.
Ich will wissen, ob Du mit dem Schmerz - meinem oder Deinem - dasitzen kannst, ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen.
Ich will wissen, ob Du mit der Freude - meiner oder Deiner - dasein kannst, ob Du mit Wildheit tanzen und Dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du erzählst, wahr ist. Ich will wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um Dir selber treu zu sein. Ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene Seele verrätst.
Ich will wissen, ob Du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig.
Ich will wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist und ob Du Dein Leben aus Gottes Gegenwart speisen kannst.
Ich will wissen, ob Du mit dem Scheitern - meinem und Deinem - leben kannst und trotz allem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmondes rufst: "Ja!"

Es interessiert mich nicht, zu erfahren, wo Du lebst und wieviel Geld Du hast.
Ich will wissen, ob Du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung, erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für Deine Kinder getan werden muss.

Es interessiert mich nicht, wer Du bist und wie Du hergekommen bist.
Ich will wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem Du gelernt hast.
Ich will wissen, was Dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.
Ich will wissen, ob Du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gerne mit Dir zusammen bist.

(Oriah Mountain Dreamer)

22.1.07 13:14


samhain 2006

in der erde meiner ahnen verwurzelt,singe ich die alten lieder und die erinnerung erwacht und steigt von den wurzeln zu seele , herz und händen. ich bin, was ich war und ich werde , was sie nähren.

ich beginne zu graben, bis meine wurzeln und alle wunden blossliegen und meine hände schwarz werden und mein vergangenes jahr , meine vergangenen tränen und lieder, bilder und worte , nun nur noch asche und salz - übegebe ich in den schoss der vergangenen.

ich lasse los, werfe ballast ab und häute mich , ich tanze noch einmal mit dem wind, um mich dann zurückzuziehen , klein zu machen,und zu schlafen....

bis die frühjahrstürme an meinen flügeln zerren

23.11.06 14:17


Schlaflied

Meine Schwingen umfangen deiner Muedigkeit Schwere

Des Schlafes Unschuld auf dein Antlitz legend

still still nun

singt mein Herz dein Lied

*

Mein dunkelweich Schoss deiner Geborgenheit Nest

Mondlichter Traum, deiner Seele Laecheln schenkend

still still nun singt dein Herz mein Lied

*

In unserer Nacht untrennbar vereint

Sternenlichtgleich im Zeitmeer verlierend

In neuer Tage Bewusstheit verwurzelt

still still stets

singt die Welt ihr Lied.

23.11.06 14:25


der geheime ort

nicht in deinem zauberwortreichen DU
nicht in deinen seelennahen Augen
in meinem tiefdunklen Ich
hab ich ihn gefunden

Du warst nicht das Verstehen
Ich habe Durch dich verstanden

und nun stehe ich hier
mit brennenden flügeln -himmelweit
und mein kreis ist geschlossen- das ende ein anfang

einst dachte ich, du wärst meine flügel
nun weiss ich ,du warst nur ein günstiger Wind!

23.11.06 14:23


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