Summer ♥f Life
Stille und herbstnebel

 im moment finde ich meine ruhe zurück, nach der ganzen zerissenheit der letzten tage geniesse ich den abstand zum trubel sehr und arbeite konzentriert an neuen bildern,an meinem wachsen und an meiner läuse-paranoia *zwinker

meine bachblüten und meine selbstgemachten malas geben mir die nötige innere stabilität und ich geniesse die wenigen zeiten in denen ich mich einfach treiben lassen kann...

morgen bin ich zu einen geburtstag eingeladen -nur frauen,leckeres essen, musik und rituale... darauf freue ich mich schon riesig... ich hoffe mein geschenk kommt an.... da kann ich ja doch ganz schön selbstkritisch sein....

4.10.07 08:51


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altweibersommer

welch wundersamer satz "die zeit vertreiben": sie zu halten wäre das problem (rilke)

wenn ich hinausschaue und die weinrotbewachsenen hauswände sehe, den goldgelben blätterregen und die eicheln, die bei jeden schritt zwischen den füssen knacken...

wenn ich am liebsten barfuss durch das pappellaub (nichts raschelt schöner)laufen würde und mir gestrüpp für den igelwinter zurechtlege,wenn die quitten goldgelb sind und samtig und die himbeersträucher ihre letzte kraft in ihre letzten beeren stecken, dann will ich die zeit nicht anhalten, ich will sie treiben lassen ,darin versinken.

welch eine energie doch in einem abschied und in einem loslassen steckt und wieviel stolz und leichtigkeit damit einhergeht erstaunt mich jedesjahr aufs neue...

6.10.07 22:46


zerissen

 wir haben einen weg gewählt und wir waren uns einig,auf unsere sanfte ,harmonische,liebevolle respektvolle art- dass wir es 14 jahren schuldig sind  zu kämpfen und stark zu bleiben, selbst in den momenten, wo das salzwasser unserer tränen in all den wunden und ängsten brennt und man am liebsten hundert jahre schlafen möchte,weil die erschöpfung uns lähmt und der schmerz mit jedem einatmen mit jedem blick schlimmer wird...

manchmal habe ich hoffnung, wenn ich auf das blicke ,was wir haben,und wir haben soviel mehr als manche paare,die auch zusammenbleiben-aber oft kommt die hoffnungslosigkeit wieder hoch,oft die zweifel und oft bin ich versucht schutzwälle zu ziehen, damit ich nicht wieder an etwas glaube, das vielleicht gar nicht existiert....

noch immer kommt kein gefühl auf mich zu , aber selbst wenn es käme, liesse ich es an mich heran? oder würde ich einen verkleideten feind dahinter vermuten und verbittert alles abblocken was mich verletzen könnte ?.....

himmel, ich weiss, ich gehe jeden weg,  ich kann bleiben ,ich kann gehen ich kann neues beginnen und altes beenden, aber ich will nicht resignieren, ich will nicht aufhören zu glauben, ich will nicht verbittert und kalt und misstrauisch gegenüber dem leben und der liebe werden.

ich will mich nicht verschliessen in einem schutzinstinkt und vergessen mich wieder zu öffnen, ich will keine kalten schutzsteinmauern um mich herum, weil sie auch das licht nicht mehr hereinlassen und die kleinen wunder  und das staunen und das spielen einengen...

ich bin im moment nicht sehr mutig, jede kleinigkeit schlägt mich sofort hart mit dem gefühl sowieso verloren zu haben, jedes falsche wort lässt mich zusammenbrechen und es ist schwer auch nur einen schritt nach vorne zu machen, wie auf einer alten morschen brücke,bei der man nicht weiss ob das brett einen trägt auf dem man steht...

liebe ist..............

liebe ist jedesmal mehr als wir erwarten

 

 

 

14.10.07 11:36


samhain 2007

der erste schnee fällt in deutschland, samhain gewährt uns einen einblick in die welt, indem das leben sich zur ruhe besinnt und mit dem sterben der natur streift uns der tod auch immer einmal mehr um unsere herzen.

heute haben wir ein meerschweinchen gehen lassen müssen, ein starkes tier zeit seines lebens und nun so zerbrechlich und so müde augen. es fiel mir schwer und leicht zu gleich es zu begleiten und ihm die ruhe des winters aufzuerlegen, nach seinen harten tagen voller kampf und angst.

es ist das zweites meerschweinchen dieses jahr gewesen und  es ist ein schönes und ein grausames, das man sich an den tod nie gewöhnen kann-egal wie reif die zeit schon gewesen zu sein scheint...immer wieder entwurzelt es uns ein stück in unserer selbstsicherheit... (meine tochter meinte heute ,wenn eines der tiere stirbt, ist das so als wäre sie die erde und das tier die pflanze, die abstirbt und herausgerissen wird)

und wie ist das mit dem tod von gefühlen und beziehungen? wie schwer fällt es uns das loszulassen, was wir in unserer verzweiflung unsterblich halten,wiederbelebbar und lebensnotwendig.

 ich habe das meerschweinchen heute gehen lassen können, ich war traurig es zu verlieren aber ich habe es beim loslassen unterstützt , weil es müde war und es aufgegeben hatte...

sollte ich das gleiche nicht lieber auch bei meinem mann tun?anstatt mich daran zu klammern weil Ich nicht will das es vorbeigeht?weil ICH nicht will das es stirbt?

 man kann den tod und was danach kommt sehen von welcher seite auch immer, als das ende eines kreises, als geburt in ein neues leben, als weihnachten für alle maden und zersetzer  oder als zwischestation für die seele- aber einfach -einfach ist er für die herzen nie

22.10.07 12:15


1000 wege warten

wenn ich bei mir bin, was mir immer öfters gelingt, sehe ich meinen weg, wie einem lehmigen pfad durch die blätterübersäte wiese. ich bin wieder hand(lung) und stimme... ich spreche für mich und meine seele, was ich fühle, fühlt sich immer sehr stark und richtig an und so habe ich mich entschlossen allen unsicherheiten  meiner beziehung zum trotz  jeden schritt zu gehen .auch für mich und gerade für mich.

ich habe mich endlich für das trauerbegleiterseminar angemeldet und der februar steht ganz im zeichen des doula seminars...ich bin festentschlossen beltaine als hochfest zu feiern  und  willich und pfungstadt im ersten halbjahr heimzusuchen,um all die menschen zu umarmen, die mir aus der ferne mut gemacht haben.

ich freue mich auf unseren nächsten stammtisch, mein freundinnenprojekt mit melanie und auf die themeabende zur aromatherapie und zur weiblichen spriritualität (einen ganz grossen dank an melian feuergeist, der alles inititert solange ich mich einigle)wir wachsen zusammen und wir wachsen- zusammen.

meine malerei findet im moment keinen weg zu mir, meinem gesang fehlen die lieder aber mein phönix schüttelt gerade den staub aus den flügeln und blickt erwacht und klar zum grenzenlosen himmel

28.10.07 10:38



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